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Geschichten aus dem Cafe. Für alle, die gerne in Erinnerung schwelgen, für unsere Freunde und Förderer, die nicht selbst in Berlin leben, für ehemalige Mitarbeiter, für die Neugierigen — für alle, die wissen wollen, was war und davon träumen, was kommt.
Die Schauspielerin Claudia Schwartz, begeitet am Kontrabass von Shaul Bustan

Aus Etty Hillesums Tagebüchern (1941-1943)

Gemeinsam spüren Claudia Schwartz als Sprecherin und ihr Ehemann Shaul Bustan am Kontrabass dem kurzen, aber nachhaltig wirkenden Leben der Etty Hillesum nach. Eine niederländische Jüdin, die im Angesicht der Shoa zum Glauben an Jesus Christus findet.

Claudia Schwartz erweckt mit wenigen Gesten und tiefer Verinnerlichung diese christliche Märtyrerin zum Leben. Dabei entstehen im Kopf der Zuschauer durch angedeutete weitere Charaktere sofort plastische Situationen: Die letzte Begegnung mit ihrem Professor Bonger – wenige Stunden vor seinem Suizid. Der sie verhörende Gestapomann, der sie anschnauzt, weil sie lächelt. Und dem sie in sein unruhiges Herz hineinschaut und ihn dafür bedauert.

Das Publikum im Cafe – über 70 Jahre später auf den Spuren von Etty Hillesum

An diesem Novemberabend im Jahr 2016 ertappt man sich beschämt der eigenen Kleingläubigkeit angesichts von Sorgen und Nöten, die so klein wirken gegenüber dem großen Herzen, der großen Kraft von Etty Hillesum. Sie scheint zu wachsen angesichts zunehmender Bedrohung, der sie sich stellt und selbst darin einen Sinn sieht. Später schreibt sie: „Mein Leben ist zu einem ununterbrochenen Zwiegespräch mit dir, mein Gott, geworden, zu einem einzigen großen Zwiegespräch.“

Alle diese Gedanken werden mit getragen von den Klängen des Kontrabasses. Shaul Bustan versteht es auf sensible Weise, einfache, sich wiederholende Motive in den Rhythmus des Textes einzuflechten, diesen zu gliedern und Raum für seinen Nachhall zu eröffnen. Am Ende blickt Etty dem Tod entgegen. Es ist kein Weg ins Dunkle, sondern zu Gott empor.

Am Ende der Lesung herrscht zuerst Stille bevor irgendwann begeisterter Applaus einsetzt.

Mit dem Erlös des Abends unterstützen die beiden Künstler das Projekt Freiraum auf der Schönhauser Allee. Der Freiraum bietet Menschen aller Herkunft und allen Alters, auch Geflüchteten, einen Ort zur Begegnung, zum Lernen und Feiern.

„Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen!“

Ein Ereignis im cafeimpuls rufe ich mir gerne als Teilnehmer immer wieder in Erinnerung. Einige Männer und Frauen hatten sich an einem Samstag im Cafe zusammengefunden, hinzu kamen noch ca. 10 Kinder. Wir alle passten ganz wunderbar zum Thema „Persönlichkeitstypen und Familienatmosphäre“.

Frauke Weidner hat dazu als Fachreferentin für Familie und Erziehung so einiges zu sagen. Was sie allerdings in letzter Konsequenz ganz und völlig qualifiziert, zu so einem Thema zu sprechen, ist die Tatsache, daß Frauke Mutter von zwei Jungs ist und in ihrem Leben sich Theorie und Praxis herrlich reiben, um deshalb wunderbare familiäre Wärme zu erzeugen.

Familie im Team

Kindererziehung ist ein klein wenig wie amerikanische Außenpolitik. Um eine starke Meinung dazu zu haben, muß man nicht notwendigerweise viel Ahnung davon haben. Und deshalb war es herrlich, Frauke – eine Frau mit Ahnung – in unserer Mitte zu wissen, an der wir unsere Meinungen messen und relativieren konnten. Frauke schärfte unseren Blick auf unsere eigenen Kinder und formulierte ganz klar, was wir teilweise empfanden, für uns selbst aber nicht in Worte fassen konnten.

Einiges ist sonnenklar, klingt einfach und ist in der Erziehungspraxis, im Eifer des Gefechts, nahezu unmöglich umzusetzen, wie z.B. „Es ist eine Willensentscheidung, Dinge positiv zu sehen.“ Da muß ich ja fast laut lachen. Schon mal einen 2-Jährigen mit der Klobürste im Geschirrspüler ertappt?

„Selbst Ruhe zu bewahren hilft Kindern am meisten.“ Auch nicht schlecht. „Ruhe“ ist übrigens dieser ominöse Zustand, der sich für mich durch die Abwesenheit meiner Kinder definiert. Bitte nicht falsch verstehen. Ich liebe meine Kinder. Ist halt nur nie ruhig. Trotzdem scheint es einen Weg dorthin zu geben, Kinder in Kombination mit Ruhe erleben zu können.

Ich für mich habe aus all meinen Notizen aber einen entscheidenden Satz ausgewählt. Ein Satz wie ein Himalayaberg. Schön, klar, kantig und nur unter größter Mühe bezwingbar. Vor allem nicht alleine bezwingbar. Dazu ist Hilfe, Konzentration, Anstrengung, Gnade und auch ein bisschen Wundersames notwendig. Der Satz lautet: „Seid ein Team.“ Darum ringen, ein Team zu sein zum Wohle unserer Kinder. Wie schön, wie wahr, wie … schluck … unglaublich schwierig.

Jens Böttcher singt vom Frieden im Alltäglichen und Himmlischen

Jens Böttcher betritt die Bühne. Unverkennbar in schwarz gekleidet, mit Hut und geschminkten Augen. Mit seiner beruhigenden Bassstimme begrüßt er die Zuhörer und zeigt ihnen von Anfang an ohne Scheu seinen weichen Kern. Im Singer-Songwriters-Stil, mal melancholisch, mal mit rockigen Elementen, singt er von Alltäglichem und Himmlischem, von Gefühlen und Begegnungen. Begleitet wird er von zwei Mitgliedern seines „Orchesters des himmlischen Friedens“, auf der Geige, mit Perkussion und Bass.

Spätestens durch seine sympathischen Ansagen zwischen den Liedern gewinnt er auch das Herz des letzten vielleicht noch skeptischen Zuhörers. Und um das Herz geht es Jens ganz besonders. Er ist davon überzeugt, dass wir allein durch Liebe diese Welt zu einem besseren Ort machen können und dass wir Jesus nacheifern sollten, der jedem Menschen liebevoll und ohne Vorurteile begegnet ist.

Nach gut eineinhalb Stunden haben sich die einzelnen Zuschauer in ein dynamisches Ganzes verwandelt, das im Takt klatscht und leidenschaftlich mitsingt. Zum Abschluss liest Jens eine Kostprobe aus seinem neuen Roman „Herr Sturm und die Farbe des Windes“, durch die er alle Menschen mit Gottes Frieden segnet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand an diesem Abend das Cafe ohne eine Extraportion Wärme ums Herz verlassen hat.

Sklaverei heute und Gottes leise Stimme
Anna Koppri (*1982, li) mit der Menschenrechtlerin Pranita Timothy (*1975)

Tief bewegt hat mich diese Autorenlesung. Wie ist das nur möglich, dass es in unserer Zeit in Indien in diesem Ausmaß Sklaverei, Unterdrückung, Menschenhandel und Gewalt gibt? Anna Koppri las aus ihrem Buch „Liebe ohne Grenzen“ über das beeindruckende Leben von Pranitha Timothy und die Arbeit der Organisation International Justice Mission (IJM). Noch heute gibt es fast 36 Millionen Sklaven weltweit – mehr als zu allen anderen Zeiten.

Der erschütternde Bericht war für mich nur schwer zu verdauen. Wieviel Mut, Liebe und Engagement gehört dazu, die Zuhälter zu stoppen? Deutlich wurde, dass Mitgefühl und Solidarität für die Ärmsten der Armen gefordert ist, wenn von konkreten Schicksalen vorgelesen wurde.

Dramatisch die Szene, wie im Hotel ein Kind dem Freier entrissen wurde. Ich schämte mich für meine Unkenntnis über das Ausmaß der traditionellen Verhältnisse bei den von Kasten geprägten Menschen. Einprägsam war auch das Beispiel, wie die in Schuldknechtschaft geratenen Bauern nicht einmal in ihrem Zwangsarbeitslager eingesperrt werden müssen. So tief sitzt die Tradition und ihre innere Gefangenschaft. Umso wohltuender war zu hören, wie Christen aus Indien und ihre Helfer aus aller Welt durch Gebet und Arbeit Gottes leise Stimme mächtig wirken lassen – wie sie gegen das Unrecht kämpfen und Menschen befreien.

Die Lesung wurde begleitet von der indisch-stämmigen Sängerin Miriam Kunde. Solch eine gelungene Veranstaltung wirkt noch lange nach – weiter so, cafeimpuls!

Sommerfest 2016
Torsten Hebel verabschiedet Benny Kunde (re) als Programmleiter nach fünf Jahren

Same procedure as every year? Nein, natürlich nicht! Immer wieder neu, immer wieder anders, immer wieder schön. cafeimpuls eben. Es gab – wie zu jedem Saisonende – Abschiedstränen und -melancholie. Das Thema war der Dank. Und der galt allen Beteiligten, vor allem den ausscheidenden Mitarbeitern.

Extra nach Pankow angereist zu dieser Danke-Feier kam Torsten Hebel, ein langjähriger Künstler-Freund, und brachte witziges, ehrliches Kabarett mit.

Die Band „Gnadensohn“ beim gepflegten Bier im Hof
Saulecker! – Aber auch Vegetarier und Veganer kamen auf ihre Kosten

Gnadensohn, eine Berliner Formation, kam, sah und spielte vor allem für Gott, aber auch für Gäste und Mitarbeiter, schönen und entspannten Lobpreis – einfach so, während sich die Gäste genussvoll an den Speisen und Getränken labten.

Bei all dem Abschiedsschmerz: cafeimpuls bleibt. Und außerdem ist dieser heilige Ort ja immer wieder ein Ort des Heimkommens. Es ist quasi wie im Himmel: Man sieht sich wieder. Aus Freude über die Heimkehrer wird ein Fest von der Familie gestaltet, z.B. mit einer echten, gegrillten Sau.

Und bei cafeimpuls-Mitarbeitern und -Gästen ist das – ganz irdisch betrachtet – wie bei Tätern: sie kehren an den Tatort zurück: Gott sei Dank – also für euch Ausscheidende gilt: nächstes Jahr wieder im Cafe, oder vielleicht schon früher? Hoffentlich!

Grillstand des cafeimpuls beim Fußball-Kiezfest
Die Spieler diskutieren

Lauter fußballbegeisterte Menschen trafen an der Esplanade in Pankow aufeinander, um ein rauschendes Fußballfest zu feiern. Der Kirchenkreis Berlin-Pankow Nord veranstaltete dieses Event mit der Unterstützung mehrerer anderer Organisationen, u.a. dem cafeimpuls, das mit einem Info- und Grillstand vertreten war und zwei Mannschaften stellte.

Die cafeimpuls-Kids und die cafeimpuls-Jugend lieferten ein leidenschaftliches Turnier, was am Ende jeweils zum dritten Platz führte. Zwischendurch gab es die typisch fußballbedingten Emotionen, herbeigeführt durch Niederlagen und Sieg, Tränen, Schmerz, Diskussionen und großem Jubel – Gefühle aus dem echten Leben.

Beifall der Väter Gruppenbild mit beiden cafeimpuls-Teams
Die beiden cafeimpuls-Teams (Nivar in der vorderen Reihe, 2. von links)

Eine schöne Geschichte spielte sich am Rande des Turniers ab: Die cafeimpuls-Kids wurden durch Nivar ergänzt, einem 10-jährigen Flüchtlingsjungen aus dem Irak, der sehr talentiert Fußball spielt und die Herzen von Teamkameraden und Zuschauern eroberte. Nivar genoss den Tag sichtlich und gewann neue Freunde. Hinterher konnte er kaum abwarten, den Termin des nächsten Fussballturniers zu erfahren.

Zum Abschluss verbündeten wir uns wie die Kicker-Vorbilder aus Island mit lautem Klatschen und rhythmischem „Huh“-Rufen. Das war ein großer Moment für alle.

cafeimpuls-Vokalensemble cafeimpuls-Vokalensemble

„Seit Jahren wollte ich singen … und im dunklen November fand ich die richtige Kleinanzeige: Da kommen Menschen zu etwas Neuem zusammen! Das hörte sich gut an. Von der ersten Probe an fühlte ich mich am richtigen Platz, um gemeinsam mit Freude und Leichtigkeit zu singen. Zur offenen Probe konnten wir nun unsere Familien und Freunde an diesen schönen Liedern teilhaben lassen. Eine tolle Erfahrung!“

Chormitglied Solveig

cafeimpuls-Vokalensemble cafeimpuls-Vokalensemble

„Ein Summseln, ein Schwirren, ein Flattern … Die Luft im cafeimpuls legte sich in Wellen, schon bevor das große Singen begann. Ich spürte gleich beim Ankommen: Ich bin nicht die Einzige, die ein wenig aufgeregt ist. Und das war irgendwie beruhigend. Mit diesem Chor habe ich es zum ersten Mal geschafft, den öffentlichen Auftritt zu wagen. Es war ein wunderbares Erlebnis, in dieser bunten, freundlichen Gruppe mit unserem charmanten Chorleiter für andere und mit anderen zu singen. Danke an unser erstes Publikum. Ich singe weiter :)“

Chormitglied Lea

Beziehungen im Hier und Jetzt
Schokoküsse im cafeimpuls Buffet beim Frühstück mit Gott
Menschen haben verschiedene Speisevorlieben. Kein Problem – beim „Frühstück mit Gott“ ist für jeden was dabei :)

Nach einer Woche, die überschattet war von Kommunikationsproblemen mit unseren erwachsenen Kindern, und zudem geschwächt von einer fiesen Erkältung, hatte ich nur wenig Lust ins Cafe zum „Frühstück mit Gott“ zu gehen. Aber unsere Jüngste bestand darauf, da sie das tolle Kinderteam vom letzten Wochenend-Event unbedingt wiedertreffen wollte. Eigentlich hatte ich keine besonderen Erwartungen und nur die Hoffnung, einen halbwegs versöhnlichen Vormittag zu erleben.

Im Cafe angekommen, erwartete uns schon eine befreundete Familie. Sie hatte uns Plätze frei gehalten und das war auch nötig, denn es war „rappelvoll“. Bei einem wunderbaren Latte Macchiato konnte ich langsam ankommen. Sich einfach an einen gedeckten Tisch setzen – wohl für jede Mutter ein Synonym für Luxus. Unsere Tochter verschwand nach dem Essen fröhlich mit dem Kinderteam, das eine Flasche Sprühsahne dabei hatte. Es versprach, eine anschauliche und leckere Kinderstunde zu werden.

Das Thema kam diesmal von Dieter Begaße und lautete „Beziehung ist …, wenn einer um den anderen wirbt“. Er schlug sehr anschaulich einen großen Bogen von der Schöpfungsgeschichte, in der Gott seine Beziehungsvorstellungen formuliert, zu unseren zwischenmenschlichen Beziehungen im Hier und Jetzt. Eine interessante Sichtweise war für mich die Interpretation des Abschieds aus dem Paradies als Emanzipation von Gott im Sinne des Ablösungsprozesses Jugendlicher von ihrer Familie. Gott war darüber wohl genau so wenig glücklich wie wir als Eltern heute über manche eigenen Wege unserer Kinder. Aber Gott hat den Menschen mit freiem Willen ausgestattet und so ist das zu akzeptieren. Jedoch wirbt er um die Menschen, ihre Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Dazu sucht Gott die Nähe jedes Einzelnen und kommuniziert mit ihm. Da es uns Menschen aber von uns aus unmöglich ist, mit Gott in Kontakt zu kommen, schenkt er uns seinen Sohn als Brücke.

Diese Ausführungen haben mich im Konflikt mit unseren Kindern getröstet und gestärkt. Wenn selbst Gott mit seinen Kindern dieses Ablösungsproblem hatte und noch immer hat, scheint das ja ein Dauerbrenner zu sein, den wir nun auch erleben. Aber Gott hat die Kommunikation nicht abreißen lassen.

Mich hat das ermutigt, den Willen unserer erwachsenen Kinder zu akzeptieren und an ihnen dran zu bleiben. Genau das habe ich an diesem Vormittag gebraucht und ich bin sicher, dass Gott das wusste. Als wir nach Hause radelten merkte ich, wie sehr mich dieser Vormittag gestärkt hatte. Vor dem Losgehen hatte ich mir noch schnell eine Kopfschmerztablette in die Tasche gesteckt – die brauchte ich jetzt nicht mehr.

Auftakt für die Jugend im Cafe
Teilnehmer des erster Jugendevents Go-Kart-Rennen
Die Teilnehmer im Cafe und beim Go-Kart-Rennen

An diesem Samstag kamen 14 gut gelaunte Jugendliche aus der Schuljugendarbeit crossover [´sku:l] in Leipzig mit ihrer Leiterin Kathi Rensinghoff im Cafe an. Empfangen wurden sie von uns „Berlinern“ mit Nudeln, Snacks und Drinks zum Warmwerden.

Im Cafe stand das „United we stand“-Konzert mit diversen Künstlern auf dem Plan. Die Musik brachte uns in Bewegung: Es wurde gerappt, gesungen und geklatscht. Danach spielten wir im Cafe-Atelier Strategiespiele und hatten viel Spaß.

Eine Nachtwanderung durch Pankow endete bei Familie Reichardt. Bevor jeder seine Isomatte und seinen Schlafsack ausrollte und sich eine Ecke zum übernachten suchte, wurde noch ein bisschen gequatscht und gekickert.

Am nächsten Tag sättigten wir uns köstlich beim „Frühstück mit Gott“ und widmeten uns einem Input, dem sich eine Interviewrunde anschloss. Danach unternahmen wir noch eine kleine Berlintour zum Mauerpark, und von da aus gong´s zum Höhepunkt und Finale des Wochenendes: dem Go-Kart-Rennen mit Siegerehrung. Alle gaben Vollgas. Von den Berliner Rennfahrern kam aber leider niemand aufs „Treppchen“. Beim nächsten Mal müssen wir noch einen Zahn zulegen :)

Import-Dinner-Finale
Full House beim Finale Feine Speisen verbinden Generationen
Unvergesslich! Full House beim Finale

Mit diesem Import-Dinner ging eine kleine Ära zu Ende. Was vor fast fünf Jahren mit den aufstrebenden Köchen Daniel Eggert und Lars Sommer als kulinarische Künstler und mit Benjamin Kunde als Neuankömmling im cafeimpuls begann, wurde zur festen Größe unter den Freitagabend-Veranstaltungen. Inzwischen haben sich die beiden Köche mit ihrem Airstream Catering selbständig gemacht und Benjamin Kunde ist Moderationsprofi sowie Eckpfeiler vieler Veranstaltungen.

Das Publikum war gut gemischt, denn Neubesucher gaben sich zusammen mit alten Wegstreitern die Ehre.

Eine Vorspeise zum Reinbeißen
Eine typische Creation von Airstream Catering

Auch die freiwilligen Helfer im Service gaben wieder alles, um ihren professionellen Kollegen in der Küche in nichts nachzustehen. Abgerundet wurde das wunderbare Zusammenspiel von der atmosphärischen Dekoration, die das Cafe wie schon so viele Male vorher in ein hochklassiges Restaurant verwandelte.

Nach dem kulinarischen Erlebnis standen die zwei Köche Rede und Antwort und ließen das interessierte Publikum an den Ideen und der Umsetzung der Gerichte teilhaben.

Emotionale Höhepunkte des Abends lieferte auch die Musik: Benjamin Kundes musikalische Intermezzi, sowie im Besonderen, das vorgetragene Abschiedslied, zu dem das Publikum einstimmte. Insbesondere den Hauptakteuren merkte man spätestens zu diesem Zeitpunkt ihren kleinen Stich ins Herz deutlich an. Wer kann es ihnen verdenken, ist man doch ein langes Stück Weg gemeinsam gegangen. Wir danken von Herzen allen Beteiligten und wünschen euch auf eurem weiteren Weg alles Gute und weiter viel Erfolg!

Warum bin ich da?
Frühstück mit Gott im cafeimpuls
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein … auch Fragenstellen gehört zum Menschsein

Gemeinschaft mit anderen zu pflegen, ist eine alte christliche Tradition. Weshalb nicht einmal bei einem Frühstück, das so liebevoll zubereitet und reichhaltig angeboten wurde? Die zahlreich Erschienenen und ihre Kinder griffen gerne zu und genossen es, am Sonntag mal nicht selber den Tisch decken zu müssen, mal auszuspannen und zu genießen.

Anschließend griff Dr. Ulrich Pohlmann aber ein Frage auf, die nicht nur auf den Alltag zielt, sondern jeden betrifft, der über sein Leben, dessen Inhalt und dessen Ziel nachdenkt: „Was soll das alles? Warum bin ich da?“

Viel Geld verdienen und gut leben? Oder doch auch Spuren zu hinterlassen, nicht vergessen zu werden? Kinder sind solche Spuren – sie allein? Sich für andere einsetzen, also sich nützlich machen? Mit diesen Fragen haben sich Dichter, Schriftsteller und Philosophen auseinandergesetzt mit unterschiedlichen Antworten. Dabei werden Sinnfragen meist immanent zu beantworten versucht im Sinne der richtigen Lebensgestaltung. Es bedarf aber einer tieferen Ergründung der eigenen Lebensbestimmung.

Im Grunde kann nur der die Frage nach dem Sinn beantworten, der alles geschaffen hat, eben Gott. Und wesentlich beantwortet sich die Sinnfrage aus der gelebten Beziehung zu diesem Gott. Als Christen wissen wir: Das Ziel unseres Lebens ist von Gott bestimmt. Er hat mich geschaffen und einen guten Plan mit uns Menschen. Und an mir ist es, diesen im gelebten Glauben zu erkennen, indem ich mich an Jesus Christus ausrichte und ihm nachfolge. Es war gut, diese Denkanstöße in den Sonntag mitzunehmen.